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Ambulante Operationen

Ambulate Operationen werden sowohl in der Praxis als auch in der MediPark Klinik im  Gewerbepark Regensburg durchgeführt.

Es werden unter anderem folgende Eingriffe durchgeführt:

  • diagnostische und/oder therapeutische Hysteroskopie
  • Ausschabung
  • Ausschabung nach Fehlgeburt
  • Konisation
  • Skinbridge - Lösung
  • Sterilitätsdiagnostik
  • diagnostische Bauchspiegelung(Pelviskopie/Laparoskopie)
  • Sterilisation der Frau (Eileiterunterbindung)

Wir operieren in der Medipark Klinik Regensburg, Gewerbepark C25. Diese Tagesklinik verfügt über vier moderne, vollausgestattete Operationssäle. Die Betreuung nach der Operation erfolgt durch Fachpersonal in den Aufwachräumen. Falls gewünscht, bietet die Tagesklinik freundlich eingerichtete Klinikzimmer zur Übernachtung. Die Betreuung übernehmen eine Krankenschwester und der ärztliche Dienst.

Ambulant durchführbare gynäkologische Operationen

Welche Eingriffe ambulant durchgeführt werden können, hängt nicht allein von Dauer und Größe der Operation ab, sondern vielmehr von der Qualität der Narkose und vor allem von der Bereitschaft der Patientin sich überhaupt ambulant operieren zu lassen. Patienten die ambulant operiert werden, können nach Eingriffen noch am gleichen Tage wieder nach Hause gehen. Das Spektrum gynäkologischer ambulant durchzuführender Operationen ist vielfältig:


Kleinere gynäkologische Eingriffe wie z.B.

  • Ausschabung bei Fehlgeburten (Abortcurettage)
  • Kegelförmige Ausschneidung am Muttermund (Konisation) bei auffälligen Abstrichen 

Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie) zur:

  • Abklärung von Blutungsstörungen
  • Myom- oder Polypentfernung
  • Entfernung bzw. „Verkochung“  der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation)als Alternative zur Gebärmutterentfernung 

Bauchspiegelung:

  • Abklärung unklarer Befunde oder Schmerzen
  • Abklärung bei ungewollter Kinderlosigkeit (Sterilität ) und Behandlung möglicher Faktoren (z.B. Eröffnung der Eileiter)
  • Diagnose und Behandlung der Endometriose
  • Myomentfernung
  • Zystenentfernungen bzw. Entfernung der Eierstöcke
  • Behandlung der Eileiterschwangerschaft
  • Verwachsungslösungen 
  • Sterilisation

Allgemeine Anmerkungen zur Spiegelung der Gebärmutter und zur Bauchspiegelung
Der Begriff „Endoskopie“ bezeichnet in der Medizin den Einblick in einen bestehenden Raum mittels eines optischen Systems. In der Gynäkologie werden zumeist starre Stabkameras (Endoskope) unterschiedlichen Durchmessers (1,2-12mm) verwendet. Über eine Kaltlichtquelle wird der Raum durch die Stabkamera ausgeleuchtet. Die meisten Eingriffe betreffen den Bauchraum (Pelvsikopie) und die Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie). Während bei der Spiegelung der Gebärmutterhöhle ein natürlicher Zugangsweg besteht (Scheide-Muttermund-Gebärmutterhals) muss dieser bei der Bauchspiegelung erst künstlich geschaffen werden. Hierzu wird im Nabel selbst zunächst ein kleiner Schnitt angelegt. Um Verletzungen der unmittelbar unter der Bauchdecke liegenden Organe zu vermeiden wird zunächst der Bauchraum unter Verwendung einer dünnen Nadel aufgeblasen. In die dann entstandene „Bauchhöhle“  wird ebenfalls über den Nabel ein  Endoskop (7-10mm) eingeführt. Durch im Schamhaarbereich eingeführte Hülsen (Trokare, 5-10 mm) können weitere Instrumente in den Bauchraum gebracht werden.  Rein technisch können alle gynäkologischen Operationen inzwischen auch endoskopisch durchgeführt werden. In einigen Fällen ist jedoch die „klassische“ Vorgehensweise weiterhin sinnvoll bzw. notwendig.  Die Hysteroskopie ist eines der neueren gynäkologischen Verfahren. Da man jedoch inzwischen weiß, dass bei der herkömmlichen , blind durchgeführten Ausschabung (Abrasio) mehr als 20% der Befunde in der Gebärmutterhöhle verbleiben,  sollte insbesondere bei Blutungsstörungen nach den Wechseljahren die Ausschabung immer mit einer Hysteroskopie kombiniert werden. Nur so läßt sich sicher klären, ob ein im Ultraschall nachgewiesener Befund nach der Ausschabung auch entfernt ist.  


Ungewollte Kinderlosigkeit (Sterilität)

Wenn eine Patientin mit Kinderwunsch über einen Zeitraum von 12 Monaten bei regelmäßigem, gezielten Verkehr nicht schwanger wird so spricht man von Sterilität. Da fast ebensohäufig die Ursachen beim Partner liegen, sollte zunächst das Sperma des Mannes untersucht werden. Gleichzeitig ist es sinnvoll, durch eine Bauchspiegelung abzuklären, ob nicht bei der Frau Faktoren vorliegen die eine Schwangerschaft verhindern: Verwachsungen des Eileiters bzw der Eierstöcke, hormonbedingte Störungen des Eierstocks (z.B. Polyzystische Ovarien), Endometriose etc. Während des Eingriffes wird die Durchgängigkeit der Eileiter überprüft indem man über die Scheide und Gebärmutter eine blau gefärbte Lösung spritzt (Chromopertubation), deren Austreten bei offenen Eileitern während der Bauchspiegelung beobachtet werden kann. Die Spiegelung der Gebärmutterhöhle sollte ebenfalls erfolgen, um störende Faktoren in der Gebärmutterhöhle auszuschließen. 


Myome

Bei mehr als 50 % aller Frauen lassen sich feingeweblich in der Gebärmutter Myome (feste Muskelknoten) nachweisen. Myome sind somit nicht von vornherein ein krankhafter Prozess. Ob ein Myom behandelt werden muss hängt entscheiden von der Lage ab: in die Gebärmutterhöhle hineinragend (submukös), in der Wand gelegen (intramural) oder in den Bauchraum hineinwachsend (subserös), wobei sämtliche Mischformen existieren können.  Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen können Blutungsstörungen verursachen  und evtl. eine Schwangerschaft verhindert. Diese sog. submukösen Myome können durch die Spiegelung der Gebärmutterhöhle erkannt und wenn nötig entfernt werden. Komplett in der Wand gelegene intramurale Myome benötigen in der Regel keine Therapie. Wächst das Myom in den Bauchraum hinein (subserös) kann es bei ausgeprägten Befunden zu Verdrängungserscheinungen und in seltenen Fällen zu einer schmerzhaften Stieldrehung kommen. Viele dieser subserösen Myome können wenn nötig durch Bauchspiegelung entfernt werden. Nochmals: Wenn beim behandelnden Gynäkologen durch Tastbefund oder Ultraschall ein Myom festgestellt wird so heißt dies keinesfalls, dass das Myom auch entfernt werden muss. Die wenigsten Myome müssen operativ behandelt werden. Meist reicht es aus, das Größenwachstum zu kontrollieren. Eine bösartige Entartung der Myome ist glücklicherweise extrem selten.


Zysten

Zysten können an unterschiedlichen Stellen im Bauchraum auftreten, am häufigsten betreffen sie jedoch den Eierstock. Die Zysten liegen meist im Eierstock selbst. Sie bestehen aus einer dünnen Hülle welche mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gefüllt sein kann. Meist besteht der Zysteninhalt aus klarer, wasserartiger Flüssigkeit, gelegentlich aus Blut unterschiedlicher Konsistenz.  In selteneren Fällen können  innerhalb einer Zyste auch feste Anteile (Talg, Haare, Zähne) gefunden werden. Zysten müssen operiert werden wenn sie starke Schmerzen verursachen oder wenn der Ultraschallbefund verdächtig ist. In fast allen anderen Fällen reicht es aus die Zyste mittels Ultraschall mindestens über 3 Zyklen zu kontrollieren. Gerade bei jüngeren Patientinnen verschwinden die meisten Zysten von selbst. Unnötige Operationen können somit häufig vermieden werden. Die meisten Zysten können, unabhängig von ihrer Größe, durch eine Bauchspiegelung behandelt werden.


Anmerkungen zur Narkose

Die meisten der zuvor genannten Eingriffe bedürfen einer Vollnarkose, ein Faktor der die Patienten oft mehr beunruhigt als der Eingriff selbst. Leider kann man diese oft unterschwellige Angst der Patientin in einigen Fällen auch im Vorgespräch nicht zerstreuen. Narkosemittel der neuesten Generation werden jedoch deutlich besser vertragen und schneller abgebaut. Zusätzlich wird die Dosierung möglichst niedrig gehalten und genau an die Erfordernisse des jeweiligen Eingriffes angepaßt. 95% der Patienten gehen auch nach längeren Eingriffen eigenständig vom OP-Tisch wieder in ihr Bett.  Übelkeit und Unwohlsein, früher unvermeidlich mit Narkose verbunden, treten heutzutage deutlich seltener auf.




 
 
 
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